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by -TenTen-

Bill lernt schwimmen

Schwimmtraining der besonderen Art (von –TenTen-)

(Das is meine erste FF gewesen, und ich find sie persönlich nicht so gut, aber meine persönlich beste hat leider 7 WordSeiten *blöd!*)

Und da sah sie ihre Chance gekommen. Er saß ganz alleine auf einem Stuhl an dem See - der eher einem Tümpel glich – und träumte vor sich hin.
Sie nahm all ihren Mut zusammen und bewegte sich auf den Schwarzhaarigen zu.
„Hey, hast du Lust mit mir ’ne Runde schwimmen zu gehen?" Plumpe Anmache, ja, aber er schien darauf anzuspringen. Er schaute sie mit seinen rehbraunen Augen an und meinte: „Ich würd’ ja gern, aber…" Er schaute leicht zur Seite und eine leichte Röte zierte sein Gesicht. „Ich kann nicht schwimmen."
Sie lachte innerlich auf. Dieser gottähnliche, engelsgleiche Junge wollte sie wohl verarschen! Der und nicht schwimmen können?! Sie schaute ihn skeptisch an. „Natürlich kannst du schwimmen! Jeder kann das! Oder hast du Angst vor Wasser?"
Sie kniete sich hin, um auf einer Augenhöhe mit ihm zu sein, ansonsten könnte er ja denken, sie meinte eben gesagtes von oben herab – und das wollte sie nun wirklich nicht.
„Nein, nein.", antwortete er. „Ich hab’s noch nie wirklich probiert." „Siehst du deswegen so gelangweilt aus? Weil du an ’nem See nie was anderes machen kannst als rumsitzen?", lächelte sie.
Sie nahm ihn bei der Hand. „Dann bring ich es dir bei!" Er sah sie irritiert an. „Ich bin Rettungsschwimmerin, da kann nix passieren. Komm…"
Sie zerrte ihn von seinem Platz weg. War vielleicht fies ihn so zu zwingen, aber er ließ es ja mit sich machen. Hätte er sich gewehrt, hätte sie ihn sofort losgelassen, aber wie gesagt…
„Wir gehen in den Nichtschwimmerbereich, damit du stehen kannst. Wir wollen ja nicht, dass du ertrinkt.", grinste sie frech. Sie freute sich, dass er mitmachte, denn so eröffnete sich eine ungeahnte Berührungsnähe.
Sie stiegen ins Wasser. Sie rückwärtsgehend, ihn immer noch an der Hand. Je tiefer sie rein gingen, desto lustiger wurde sein Gesichtsausdruck – scheinbar war ihm das Wasser zu kalt. >Er hat ja auch kein Fett auf den Rippen. <, dachte sie schmunzelnd.
Gegen Kälte half nur eines: zack, hatte er ’ne ordentliche Ladung Wasser im Gesicht. Sie lachte, er guckte entgeistert, drehte sich weg und fuhr sich mit den Fingern unter den Augen lang, um sein Make-up zu retten. An seinem Gesichtsausdruck sah sie aber, dass er nicht sauer über diese Aktion war, denn nun lächelte er.
„Wer schminkt sich denn großartig, wenn er an den Strand geht?!", rief sie lachend und zog ihn an seinem Arm komplett unter Wasser. Mit einem Aufschrei sprangen beide auch gleich wieder auf die Beine und fingen an zu lachen. Sie hielt sich den Bauch, als sie in sein Gesicht sah, denn nun war sein Make-up wirklich nicht mehr zu retten.
„Bist du jetzt soweit loszulegen?", fragte sie zwischen Lachen. „Also die Schwimmbewegungen kennst du?" Er nickte, während er vergeblich versuchte sein Make-up doch noch zu richten. „Dann leg dich ins Wasser, ich halte dich oben, versprochen." Doch er sah sie skeptisch grinsend an, hatte sie ihn doch gerade untergetaucht. Sie hielt ihm verständnisvoll lächelnd ihre Hand hin. „Vertraust du mir? Notfalls rette ich dich auch – wirklich!"
Er lachte herzhaft, – dieses Lachen war himmlisch! – meinte „Wer’s glaubt!", aber hockte sich ins Wasser, sodass nur noch sein Kopf herausschaute.
Sie trat zu ihm und meinte: „Na dann schwimm los. Und schön ruhig, nicht zu hektisch, ich halte dich."
Als er in der Waagerechten lag, legte sie sachte ihre Hand unter seinen (nicht vorhandenen) Bauch und ging so neben ihm her. Das Gefühl, das sie durchströmte, war unbeschreiblich schön. So gingen/schwammen sie noch eine Weile nebeneinander her. Ab und zu schaute er sie fast erleichtert an, weil es so gut klappte. „Nicht gucken, schwimmen! Aber du machst das echt klasse. Ich hab dir doch gesagt, dass du schwimmen kannst."
Gerade als er wieder nach vorne schaute, nahm sie geräuschlos ihre Hände aus dem Wasser. „Hey", sagte sie und hielt ihm ihre Hände vors Gesicht. „Du schwimmst alleine." Er lächelte schüchtern. „Wow, danke dafür. Du bist die erste, die mich dazu bewegen konnte. Nicht mal mein Zwillingsbruder hat das hingekriegt." „Bist du jetzt bereit, ’ne Runde mit mir zu schwimmen?", fragte sie erneut. Doch diese Vorstellung schien ihm ganz und gar nicht zu gefallen. „Weiter in den See? Da…ist es aber so tief…da kann ich nicht stehen…" „Na dann schlepp ich dich ab.", meinte sie sachlich, doch er blickte leicht geschockt drein. Sie verdrehte die Augen und stöhnte: „Nicht das was du meinst! Männer!! Hier." Sie tippte auf ihre Schulter. „Halt dich da fest. Ich zieh dich." Prompt tat er wie ihm geheißen. Als seine Hände auf ihren Schultern ruhten, hatte sie das tiefe Bedürfnis unterzutauchen, um sich abzukühlen.
Doch sie schwamm einfach los und erfreute sich an diesem Augenblick. Seine Finger krallten sich vor Schreck in ihre Haut, doch das störte sie überhaupt nicht. Ein paar Sekunden später fing er an zu lachen und gelassener zu werden – so gefiel er ihr schon viel besser.
Als sie in der Nähe des Steges schwammen, ertönte plötzlich eine Art Schlachtruf und eine Arschbombe landete neben ihnen im Wasser.
Vor Schreck ließ er ihre Schulter los, strampelte noch einige Male und - blubb – war er weg!
Als sie dies merkte und beide Schreckmomente überwunden hatte, griff sie instinktiv unter sich ins Wasser, um ihn möglicherweise zu ertasten. Glücklicherweise bekam sie seinen Arm zu packen und hievte ihn hoch. Sie seufzte erleichtert. „Puh, alles ok bei dir?!" Er nickte bloß. „Wozu hab ich dir schwimmen beigebracht?", grinste sie und knuffte ihm in die Seite.
In der Zwischenzeit war er damit beschäftigt, die Ursache dieser Arschbombe ausfindig zu machen – und er fand sie in seinem Bruder, der nun neben ihnen schwamm und den er nun mit bösen Blicken bedachte.
„Hey Brüderchen, seit wann kannst du schwimmen?", grinste der Arschbomben-Verursacher frech. „Wir müssen übrigens los. Die anderen warten schon auf uns."
Während sie ihn wieder ans Ufer verfrachtete, fragte der „böse" Bruder, auch bekannt als Arschbomben-Verursacher seinen Bruder: „Seit wann bist du eigentlich so ne Flirt-Maschine?" „Wir…haben nicht geflirtet!", antwortete Angesprochener entrüstet.
An Land verabschiedeten sie sich voneinander. „Danke für den schönen Nachmittag.", sagte er zu ihr. „Gern geschehen.", lächelte sie. „Und pass auf dich auf, Bill." Er fing an zu lachen. „Du kennst mich ja doch!" „Natürlich! Wer kennt dich nicht?!"
Und mit einem traurigen Lächeln auf den Lippen ließ sie ihn gehen.